5 Fragen, 5 Antworten: Armin Recha über den modernen Arbeitsplatz der Zukunft

von Katja Schmalen

Homeoffice und Remote Work im letzten Jahr hat Unternehmen klar aufgezeigt, wie schwer es sein kann, auf neue Anforderungen schnell zu reagieren. Welche Themenein besonderes Augenmerk benötigen, um in einer veränderten, neuen Arbeitswelt zu bestehen? Darüber haben wir uns im Industry Talk mit Armin Recha, VP Sales Central Europe bei IGEL Technology anlässlich der Vorstellung der neuen IDC Studie „Work Transformation in Deutschland 2021“ ausgetauscht.

IDC: Herr Recha, welche Themen müssen Ihrer Ansicht nach besonders berücksichtigt werden, um in einer veränderten, neuen Arbeitswelt zu bestehen?

Armin Recha von Igel zum Arbeitsplatz der Zukunft

Armin Recha: Bei dem Thema Homeoffice und Remote Work ist tatsächlich aus unserer Sicht stark zu differenzieren. Nicht für jeden ist ein Homeoffice-Konzept auch auf lange Sicht dauerhaft durchführbar. Denken Sie nur an die vielen Mitarbeiter, die zuhause am Küchentisch auf dem Küchenstuhl sitzend mit nicht ausreichender Ergonomie arbeiten und nebenbei für die Kinder das Home-Schooling-Thema meistern.

Ich denke, wir sind uns sicher einig, dass wir in Zukunft ein hybrides Modell erleben werden. Zusammenarbeit in neu gestalteten Büros mit wesentlich mehr Fläche pro Mitarbeiter sowie einer Remote-Lösung, die modernen Arbeitsplätzen auch gerecht wird. Hier sind Medienbrüche, Verfügbarkeiten von geeigneten und sicheren Collaboration Tools, aber auch Compliance- und Endpoint-Security-Fragen in Zukunft noch von größerer Bedeutung als bislang schon.

IDC: Wie sollten Unternehmen vorgehen, um ihren Mitarbeitern ein orts- und zeitunabhängiges digitales Arbeiten zu ermöglichen? Was sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren?

Armin Recha: Aus unserer Sicht sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren dafür zum einen, die Motivation der Mitarbeiter hochzuhalten, zum anderen, die Einschränkungen durch das mobile Arbeiten so gering wie möglich zu gestalten. Dazu zählen ein moderner und vor allem performanter Arbeitsplatz, die Benutzung der notwendigen Applikationen so reibungslos wie irgend möglich zu gestalten, unabhängig von Ort und Zeit, sowie das Security Level kontextbasierend und so transparent wie irgend möglich zu etablieren.

IDC: Die Transformation des Arbeitsplatzes und die Optimierung der nötigen Tools und Lösungen sind mit Herausforderungen verbunden. An welchen Punkten scheitert das häufig und warum?

Armin Recha: Zum einen sind die Tools auf eine derartige Disruption nicht immer optimal vorbereitet, hier müssen die Hersteller schnellstens nachbessern, was derzeit ja auch geschieht. Zum anderen muss die Digitalisierung bis zum Endpoint in Deutschland Fahrt aufnehmen. Glasfaser in jeden Haushalt, der performant arbeiten will, ist ein Must, denn die aktuellen Latenzzeiten und DSL-Geschwindigkeiten werden den zukünftigen Arbeitsmodellen nicht gerecht werden. Cloud ready reicht oft nicht, daher sehen wir die Beschleunigung der Digitalisierung durch die Pandemie durchaus mit hohen Erwartungen für das zukünftige Arbeitsmodell.

IDC: Wie unterstützen Sie die Anwender konkret mit Ihren Lösungen dabei, ihren Mitarbeitern das Arbeiten unter den neuen Gegebenheiten zu ermöglichen?

Armin Recha: Igel Technology unterstützt mit unserem hauseigenen Betriebssystem IGEL OS, dem zentralen Management sowie unseren Work-from-Home-Initiativen das Remote Working auf eine sehr effektive, kostengünstige und extrem sichere Weise. Denn es nützt uns wenig, wenn wir alle von unterwegs arbeiten können, wir aber Hackern und Ransomware-Programmierern dadurch neue goldene Zeiten bescheren. Hier können unsere Lösungen auf eine sehr smarte und aufwandsgeringe Art den Workplace of the Future mitgestalten.

IDC: Schauen wir vorsichtig in die Zukunft: Wie wird die Art und Weise, wie wir arbeiten, und die Nutzung von Tools und Lösungen in den nächsten zwei bis drei Jahren aussehen? Wohin geht die Reise?

Armin Recha: Die Reise geht aus unserer Sicht wie bereits erwähnt in ein sehr stark hybrides Modell. Wir werden genauso moderne Büros wie auch Home und Remote Working erleben. Wir werden noch enger in virtuellen Teams zusammenarbeiten, das eigentliche Endgerät, mit dem wir arbeiten, tritt immer mehr in den Hintergrund und Applikationen, Daten und moderne, schlanke Apps werden weiter konsolidiert. Das eigentliche Tool ist nicht mehr so wichtig wie in der Vergangenheit, sondern eher das, was wir damit erreichen wollen.

 

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