Aus dem Nähkästchen geplaudert: CIO Advisors Marc Dowd und Chris Weston im Interview

von Katja Schmalen

Anlässlich des IDC European Digital CIO Summit am 5. Oktober haben wir zwei unserer erfahrensten CIO Advisor – Marc Dowd und Chris Weston – zum Interview eingeladen.

Erzähl mal, Marc: Was macht eigentlich ein CIO Advisor den ganzen Tag?

Marc Dowd: Das europäische CIO Advisory Team arbeitet mit Klienten an der Entwicklung, Optimierung und Implementierung ihrer IT-Strategien. Wir unterstützen sie ausserdem dabei, Entscheidungen für oder gegen Technologien zu treffen, die sie einsetzen wollen. Hier fliessen natürlich die Erkenntnisse aus dem umfassenden IDC Research ein, um unseren Kunden die besten am Markt verfügbaren Daten als Entscheidungsgrundlage an die Hand zu geben.

Wenn du Klienten sagst: von welchen Organsiationen sprechen wir da?

Marc Dowd: Unsere Klientel umfasst sowohl Organisationen des öffentlichen als auch des privaten Sektors. Sie alle kommen aus den unterschiedlichsten Branchen und es handelt sich meist um multinationale Unternehmen mit Firmensitzen in ganz Europa.

Eine Frage für dich, Chris: Wo stehen die Organisationen in Europa zur Zeit?

Chris Weston: Jede dieser Organisationen war auf urplötzlich und zutiefst von der COVID-Krise betroffen. Die Mehrheit hat darauf reagiert, indem sie sich zunächst auf die Remote-Arbeit konzentrierte und eine Art”Bewältigungsphase” durchlaufen haben. Die allermeisten von ihnen hatten bereits in Collaboration-Tools investiert, standen aber jetzt vor der Herausforderung, die Mitarbeiter zu motivieren, die es nicht gewohnt waren, von zu Hause aus zu arbeiten und die Prozesse in den Griff zu bekommen, die auf nicht digital abbildbar waren.

Mittlerweile ist bei den meisten unserer Kunden etwas Ruhe eingekehrt, viele von ihnen sind zwischenzeitlich in ihre Büroräumlichkeiten zurückgekehrt. Was wir jetzt beobachten ist, dass der Großteil der Unternehmen versucht, die Vorteile, die sie durch den erzwungenen Umzug in die Remote-Arbeit gewonnen haben, in gewissem Umfang beizubehalten. Was positiv auffällt: Viele CIOs berichten, dass der Widerstand in ihren Unternehmen gegen die digitale Transformation schon zu Beginn des Lockdowns wie weggefegt war.

Wie bei vielen unserer Kunden, die berichteten, während der Krise wesentlich mehr gearbeitet zu haben, haben auch wir festgestellt, dass die Nachfrage nach unserer Unterstützung immens gestiegen ist. Normalerweise treffen wir unsere Klienten einmal monatlich zu einem Austausch, in der Krise haben wir mit nicht wenigen Kunden drei Meetings  pro Woche gehabt. Alle kämpften mit der neuen Situation, mussten überlegen, wie sie ihre Strukturen umstellen, ihre IT organsisieren und so weiter und so fort. Die CIOs waren wirklich in Bewegung, viele von ihnen haben Initiativen gestartet, um von den ungeahnten Vorteilen der Krise zu profitieren. Das wirklich tolle daran ist rückblickend betrachtet: Das Business sieht in der IT jetzt endlich einen echten Mehrwert. Die IDC Planning Guides beispielsweise waren extrem hilfreich, um den Prozess der Umgestaltung der Organisationen einzuleiten.

Wie fördert ihr eigentlich die Vernetzung eurer Klienten untereinander?

Marc Dowd: Wir haben gesehen, wie Organisationen auf ganz neue Art und Weise zusammenarbeiten – und das wollten wir auch für unsere Kunden. Wir haben regelmäßige Peer-Connections für CIOs in ganz Europa etabliert, wir treffen uns virtuell in einem 14-tägigen Turnus. Im Rahmen dieses Austauschs haben wir festgestellt, dass wir unsere Remote-Meetings im Vergleich zu traditionellen Meetings deutlich produktiver gestalten können. Dies erreichen wir durch den smarten Einsatz von Technologie, die mehrere Datenflüsse in, nach oder über ein einziges Treffen ermöglicht. Beispielsweise setzen wir jetzt virtuelle Whiteboard-Tools ein, um die laufenden Interaktionen mit unseren Kunden zu verwalten. Dies hat immens dazu beigetragen, den Gesprächsfaden aufrechtzuerhalten, in den die Klienten an jedem beliebigen Punkt eintauchen und ihn erweitern können. Außerdem machen wir mit Hilfe von KI-basierten Transkriptionswerkzeugen Notizen von unserem Meetings und verwenden interaktives Mind Mapping, um den Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, die möglicherweise verpassten Aspekte zu sehen.

Könnt ihr ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern? Uns vielleicht zwei oder drei Erfolgsgeschichten verraten?

Chris Weston: Diese Frage ist tricky, da unsere Engagements natürlich vertraulich sind und das, was wir mit unseren Klienten besprechen, selbstverständlich auch zwischen uns und den Klienten bleibt. Aber natürlich können wir anonymisiert über diese Themen sprechen. Wir konnten beispielsweise einen Kunden dabei unterstützen, seine geplante IT-Reorganisation neu zu bewerten, die mit Sicherheit zu kundenorientierteren Ergebnissen führen wird. In jüngster Zeit hatten unsere Klienten natürlich auch viel mit Entscheidungen rund um das Thema Home Office und dem Bedarf an Büroräumen zu kämpfen. Die von uns angefertigten Analysen haben in vielen Fällen dazu geführt, dass Entscheidungen dieser Art leichter zu bewerten und die damit verbundenen Auswirkungen wesentlich leichter abzuschätzen sind. Mein persönliches Highlight ist es immer, wenn ein Kunde, anhand eines unserer Planning Framworks Löcher in einer von ihm geplanten Strategie entdeckt, das ihn Jahre vergeudeter Arbeit und viel Geld gekostet hätte. Ich liebe diese “Aha!”-Momente! Marc und ich versuchen, unseren Klienten jedes Jahr ein paar davon zu verschaffen.

Marc, ein abschließender Satz von deiner Seite?

Marc Dowd: Es ist zweifelhaft, ob die Welt jemals wieder die gleiche sein wird, die sie vor 2020 war. Was ich auf jeden Fall mitnehme, ist die positive Art und Weise, wie Technologie jetzt genutzt wird, um uns allen ein besseres Arbeiten und damit ein besseres Leben zu ermöglichen. Chris und ich freuen uns sehr darauf, Organisationen bei diesem Wandel zu unterstützen.

 


 

Sprechen Sie uns gerne jederzeit an, falls Sie Interesse am Austausch mit unserem CIO Advisory Team haben.

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