Cybersecurity: Deutsche Banken sind bestens abgesichert – oder?

von Katja Schmalen

„Mein größter Albtraum ist es, morgens aufzuwachen und plötzlich festzustellen, dass alle Systeme nicht mehr funktionieren“, zitiert das Handelblatt im Dezember 2019 den Vorstand einer deutschen Großbank, der anonym bleiben möchte. Wenige Wochen später erwischt es zwar nicht seine Organisation, dafür die zweitgrößte deutsche Direktbank – das rief dann auch direkt die besorgten Aufsichtsbehörden auf den Plan.

Schenkt man den zahllosen Studien und Bobachtungen diverser IT-Security-Anbieter und Berater Glauben, ist keine andere Branche so häufig das Ziel von Cyberkriminellen wie die Finanzindustrie. Und die Gefahr wird mit jedem Tag grösser, die fortschreitende Digitalisierung macht es den CISOs in diesem Hinblick auch nicht unbedingt einfacher – genau so wenig wie die teilweise veralteten Infrastrukturen und Insellösungen, die wir in vielen Kreditinstituten nach wie vor sehen. Viele IT- und Security-Verantwortliche der Branche beschreiben ihren Arbeitsalltag als permanenten Wettlauf mit dem Feind. Das Ziel: dem Gegner eine Nasenlänge voraus zu sein – immer. Dass die Angriffe zwar meistens, aber nicht zwangsläufig von global agierenden und hochprofessionell organisierten Kriminellen kommen, sondern offenbar auch ein 16-jähriger Teenager aus Niedersachsen mutmasslich in der Lage ist, eine deutsche Kreditbank weitestgehend lahmzulegen, dürfte dabei weniger beruhigen. Ganz im Gegenteil: einen lauteren Wake-up Call kann es eigentlich gar nicht geben!

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Stellt sich doch die Frage, wo der sprichwörtliche Hase eigentlich im Pfeffer liegt. Geben die Banken zu wenig Geld für die Absicherung ihrer (Kunden-) Daten und Assets aus? Konzentrieren Sie sich vielleicht zu sehr auf das punktuelle Feuerlöschen und schnelle Abdichten und verlieren dabei das große Ganze aus dem Blick? Ist es der Skills Gap, die fehlende Kompetenz? Und welche neuen Sicherheitslöcher tun sich jetzt auch noch durch die Pandemie verursachte Abwanderung der Belegschaft – wohlgemerkt inklusive der IT-Mitarbeiter – ins Home Office auf? 

 

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