Future of Work: Die 10 wichtigsten Prognosen von IDC für 2022+

von Katja Schmalen

Das Thema Future of Work hat uns seit Beginn der Pandemie stetig begleitet. Und es wird immer wichtiger. Angesichts des rasanten Tempos der digitalen Transformation (DX) und der Realität globaler Gesundheits-, Klima- und sozialer Herausforderungen müssen Organisationen dynamischere und hybride Arbeitsweisen entwickeln. Diese hybriden Arbeitsmodelle erfordern einen beschleunigten Technologieeinsatz, neue Richtlinien und funktionsübergreifende Managementpraktiken, die sie fördern.

Arbeitnehmer müssen sich selbst als Mitglieder dynamischer und rekonfigurierbarer Teams neu definieren, die sich schnell an Geschäftsanforderungen und neue Marktbedürfnisse anpassen können – jederzeit, überall und von jedem physischen Standort aus. Die rasche Einführung automatisierter, cloudbasierter und KI-gestützter Arbeitsweisen wird die Produktivität steigern und neue, agilere Arbeitskulturen ermöglichen.

Die Erkenntnisse, die aus diesen digitaleren Arbeitskulturen gewonnen werden, versetzen Unternehmen in die Lage, auf die Bedürfnisse von Kunden und Mitarbeitern gleichermaßen einzugehen und so die Mitarbeiterbindung und Kundenzufriedenheit zu verbessern.

IDC Definition: Future of Work

IDC definiert die Zukunft der Arbeit als einen grundlegenden Wandel des Arbeitsmodells – ein Modell, das die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine fördert, neue Fähigkeiten und Erfahrungen der Mitarbeiter ermöglicht und eine intelligente und dynamische Umgebung unterstützt, die nicht durch Zeit oder Raum begrenzt ist. Future of Work-Initiativen werden von leitenden Angestellten und Vorständen vorangetrieben und sind unternehmensweit erforderlich.

Die Prognosen von IDC für die Zukunft der Arbeit im Jahr 2022 spiegeln wider, wie Arbeit durch eine Vielzahl von Ansätzen definiert werden wird, die den Wandel unterstützen können, während die Welt lernt, mit neuen Herausforderungen umzugehen. Organisationen, die hinreichend darauf vorbereitet sind, trotz aktueller und zukünftiger Umwälzungen ihre Chancen zu finden und zu nutzen, werden die Arbeitswelt der Zukunft bestimmen.

Die 10 wichtigsten Prognosen von IDC zur Future of Work

Prognose 1: Bis 2024 werden 80 % der G2000-Unternehmen KI/ML-fähige ” Digital Manager” einsetzen, um Mitarbeiter einzustellen, zu entlassen und zu schulen, wobei nur 1 von 5 Unternehmen ohne menschliches Zutun einen echten Mehrwert erzielen wird.

Prognose 2: Bis 2023 werden die Fachbereichsmitarbeiter von G2000 Unternehmen Tools verwenden, um ihre eigene Arbeit durch Code-freie Entwicklung zu automatisieren, allerdings werden 90 % dieser Programme ohne entsprechende COE- und Einführungsmethodik scheitern.

Prognose 3: 40 % der G2000-Unternehmen werden bis 2026 eine 25-prozentige Verbesserung bei der Informationsnutzung verzeichnen, und zwar aufgrund von Investitionen in intelligente Knowledge Networks, die strukturierte/unstrukturierte Daten in auffindbares und verwertbares Wissen verwandeln.

Prognose 4: Bis 2023 werden die digitale Transformation und die Volatilität des Business 70 % der G2000-Organisationen dazu veranlassen, Remote- oder Hybrid-First-Arbeitsmodelle einzusetzen, um Arbeitsprozesse neu zu definieren und verschiedene Talent-Pools einzubeziehen.

Prognose 5: Bis 2024 werden 70 % der Unternehmen umfassend in Daten, Tools und Benchmarking zu Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion investiert haben, um ihre Strategien für Personalbeschaffung und Humankapital zu definieren.

Prognose 6: Bis 2023 werden 60 % der G2000-Unternehmen KI- und ML-fähige Plattformen einsetzen, um den gesamten Mitarbeiter-Lebenszyklus von der Einstellung bis zur Rente zu unterstützen.

Prognose 7: Bis 2025 werden 90 % der Unternehmen von einem Mangel an DX-bezogenen IT-Kompetenzen betroffen sein, was aufgrund verzögerter Produktreleases, sinkender Kundenzufriedenheit und Umsatzeinbußen zu einem weltweiten Schaden von mehr als 6,5 Billionen US-Dollar bis 2025 führt.

Prognose 8: Bis 2025 werden 90 % der Neubauten und Renovierungen von Geschäftsgebäuden intelligente Gebäudetechnologien einsetzen, die flexible Arbeitsplätze unterstützen und die Erfahrungen der Nutzer und die betriebliche Leistung nachhaltig verbessern.

Prognose 9: Bis 2023 werden 70 % der Mitarbeiter mit vernetzten Arbeitsplätzen in aufgabenbezogenen Funktionen die Intelligenz nutzen, die in adaptive digitale Arbeitsbereiche eingebettet ist, um von überall aus mit Kunden und Kollegen in Kontakt zu treten und so die Produktivität des Unternehmens zu steigern.

Prognose 10: Global-1000-Firmen werden bis 2024 intelligente digitale Arbeitsräume mit erweiterten visuellen Technologien (Hardware und Software) in regelmäßig stattfindenden 8:10-Meetings nutzen, um leistungsstarke, international verteilte Teams zu etablieren.

Die Autorin dieses Artikels ist die IDC Analystin Amy Loomis.

 


Amy Loomis IDC Future Of WorkAmy Loomis ist Research Director für IDCs weltweiten Research zur Future of Work. In dieser Funktion beschäftigt sich Amy  mit dem wachsenden Einfluss von Technologien wie künstlicher Intelligenz, Datenanalyse, Robotik, erweiterter und virtueller Realität und intelligenter Prozessautomatisierung auf die Veränderung der Arbeitswelt. Sie untersucht, wie diese Technologien die Fähigkeiten und das Verhalten der Arbeitnehmer, die Unternehmenskultur und die Erfahrungen der Arbeitnehmer beeinflussen und wie der Arbeitsplatz selbst das Unternehmen der Zukunft ermöglicht.

 

 

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