Future Operations: Mit Resilienz auf der Überholspur

von Katja Schmalen

Die „Future of Organisations“ erfordert die Ausrichtung der Unternehmensabläufe auf die Erwartungen und Anforderungen der Kunden. IDC rät allen Organisationen dringend, sich zu resilienten Entscheidern zu entwickeln, um den zukünftigen operativen Anforderungen gerecht zu werden. Was heißt das? Unternehmen müssen umdenken und sich weg von einer betrieblich getriebenen hin zu einer marktorientierten Denkweise transformieren. IT/OT-Konvergenz ist dabei ein wichtiger Baustein, sich auf die zu erwartenden steigenden Erwartungen und Anforderungen der Kunden entsprechend vorzubereiten.

Die „Future of Operations“ – also die Zukunft des operativen Betriebs – wird dann Realität, wenn Unternehmen auf ihrer derzeitigen Infrastruktur und ihren digitalen Fähigkeiten aufbauend eine resiliente Entscheidungsfindung entwickeln. Resiliente – oder auch belastbare – Entscheidungsfindung definieren wir als die Fähigkeit, alle verfügbaren Daten und Informationen zu nutzen, um schnell und effektiv Entscheidungen zu treffen, um die betrieblichen Abläufe an den Erwartungen und Anforderungen der Kunden auszurichten.

Konzerne wie Ford oder auch GE Healthcare nutzen bereits heute die digitalen Möglichkeiten, um belastbare Betriebsabläufe aufzubauen, die flexibel auf Marktanforderungen, globale Ereignisse, Unterbrechungen in der Zuliefererketten und andere dynamische Faktoren reagieren können. Laut einer IDC-Prognose profitieren diese resilienten Unternehmen gleich in dreierlei Hinsicht. Bis zum Jahr 2025 werden KI-getriebene Unternehmen eine hundertprozentige Produktivitätssteigerung erzielen: 50% kürzere Reaktionszeiten aufgrund der Fähigkeit, Markt- und Betriebsveränderungen besser zu antizipieren als vergleichbare Unternehmen, eine um 25% höhere Erfolgsquote bei der Einführung neuer Produkte und ein 1,5-fach höherer Net Promoter Score im Vergleich zum Wettbewerb, der daraus resultiert, den Kunden eine größere Vielfalt an Erlebnissen anzubieten.

Einer der entscheidenden Aspekte bei der Entwicklung hin zu einer belastbaren Entscheidungsfindung besteht darin, sicherzustellen, dass alle kritischen Daten und Informationen erfasst, kontextualisiert, organisiert und für die Key Stakeholder entsprechend visualisiert werden. Das zentrale Ziel ist die Zusammenführung des operativen Datenstroms mit den übrigen Unternehmensdaten.

Eine konvergente IT/OT-Organisation, die eine resiliente Entscheidungsfindung für den Betrieb unterstützt, ist das, was IDC Digital Engineering – oder abgekürzt DE – nennt. Die Aufgabe von DE besteht darin, sowohl operatives Wissen als auch technologische Fähigkeiten zu nutzen, um ein Digital-Framework für die Erfassung von Unternehmensdaten zu verwalten, analytische Einblicke in den Betrieb zu liefern, eine belastbare Entscheidungsfindung zu unterstützen und und die Automatisierung marktorientierter Abläufe zu ermöglichen.

In der „Future of Operations“ sehen wir, wie Resilienz zu einem Kernprinzip des zusammengewachsenen Unternehmens wird, sobald Organisationen zu einer vollständig konvergierten IT- und OT-Organisation übergehen, die den Betrieb unterstützt.

Zuständigkeiten im Bereich Digital Engineering

Die Digital-Engineering-Organisation hat spezifische Verantwortungsbereiche, die sich von reinen IT- und OT-Funktionen unterscheiden:

  • Support für Analyse und KI-Modellierung, Entwicklung und Life-Cycle-Managemen, inkl. Digital Twins
  • Data Stream- und Ingestion-Manager für das betriebliche Performance-Management-System
  • „Schiedsrichter“ für operative Semantik, Tags und Frameworks
  • Manager für digitale Projekte und Ökosysteme
  • Helpdesk für kontinuierliche Verbesserung und Produktion
  • Entwickler im Bereich Architekturentwicklung am Edge und Unterstützung von IoT

Digital Engineering stellt sicher, dass Daten und Systeme verfügbar sind, um eine resiliente Entscheidungsfindung zu unterstützen und zwar unabhängig davon, ob die Entscheidung von Menschen oder einem KI-System getroffen wird.

Immens wichtig: Unternehmen müssen dran bleiben und dürfen die kontinuierliche Optimierung nicht aus den Augen verlieren. Dann klappt es auch mit der „Future of Operations“.

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