Industrial IoT: Warum Customer Experience zum größten Treiber wird

von Katja Schmalen

Industrial IoT (IIoT) ist in den  Unternehmen angekommen. Aktuelle IDC-Studienergebnisse zeigen, dass bereits mehr als jedes Vierte der befragten Unternehmen aus der Industrie und den industrienahen Branchen erste IoT-Projekte umgesetzt hat. Für diese Unternehmen ist es jetzt wichtig, IIoT auch stärker im Kontext der Digitalisierung anzuwenden und vor allem die Chancen zu begreifen, die dieser moderne Technologieansatz abseits von Optimierung und Kosteneinsparung mit sich bringt. Dafür muss IIoT als Businessthema begriffen werden, das neue Geschäftsmodelle und Innovationen ermöglicht, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern – auch und insbesondere in Zeiten der Pandemie.

Wie die Next Steps aussehen könnten, darüber sprechen wir am 16. Juni im Rahmen der IDC Digital Summit Industrial IoT mit praxiserfahrenen Experten. In knackigen Sessions drehte sich 150 Minuten lang alles um das gleichermassen spannende wie wichtige Thema.

Warum Customer Experience zum größten Treiber von IoT-Projekten wird? Laut den aktuellen IDC Worldwide Future of Operations 2021 Predictions werden 60 Prozent der G2000-Unternehmen die Verbesserung der Customer Experience schon im kommenden Jahr zum Haupttreiber für IoT-Initiativen machen – bisher standen Effizienzsteigerungen auf Platz eins. Warum dieser Wechsel der Prioritäten wichtig ist, welchen Beitrag dazu Digital Engineering leistet und welche IoT-Geschäftsmodelle angestrebt werden, all das und mehr verrät IDC Analyst Marco Becker in seiner Keynote.

Mittels Edge Computing revolutionieren IT Dienste die Produktion von heute. Gleichzeitig bringt die globale Skalierung Herausforderungen mit sich, die für viele Betreiber neu sind. In der Session mit Vitaliy Volevach profitieren die Teilnehmer von den Erfahrungen, die Siemens bei der Implementierung von industriellem Edge Computing gesammelt hat und bekommen einen Einblick, wie Edge Computing erfolgreich in der Produktion umgesetzt werden kann. Ein besonderer Fokus wird dabei auf Datensicherheit und Verfügbarkeit der Systeme in einer für die Produktion typischen heterogenen IT-Landschaft liegen

Industrial Edge ist die kritische Triebfeder für die Industrie 4.0. Industrial Edge gilt als letzte Meile im Digitalisierungsprozess indem Maschinen, Prozessoren und Sensoren mit dem Internet verbunden werden. Die angeschlossenen Geräte können in Echtzeit Daten austauschen und verarbeiten. Damit lässt sich letztendlich die ganze Anlage effizienter verwalten. In seiner Präsentation wird Rainer Weigele von Schneider Electric einige Best Cases vorstellen, die diese Optimierung aufzeigen.

Hersteller agieren heute in einem breiten und komplexen Ökosystem. Je mehr wir Prozesse digitalisieren, desto mehr bewegen sich Hersteller in Richtung einer hybriden Version der Fertigung. Das Herzstück dieses Wandels ist letztlich Industrial IoT für die Fertigung. Wie Unternehmen dort hin kommen, darüber spricht Roger Müller von Microsoft in seiner Session.

Egal ob AI Driven Optimization, Data Driven Processes, oder Smart Production: Gute Ideen im IIoT leben von der Zusammenführung, Auswertung und Operationalisierung möglichst vieler unterschiedlicher Daten aus IT- und OT-Systemen. Diese Hürde kann mit einer Smart Data Fabric leicht überwunden werden, so dass Informationen aus unterschiedlichen Datenquellen übergreifend nutzbar sind. Mehr dazu verraten uns Aleksandar Kovačević und Jannis Stegmann von InterSystems in ihrer Session.

Fundamentale Veränderungen durch Pandemie, Energiewende und den demographischen Wandel fordern Unternehmen in ihrer Wertschöpfung, bei Personal und Nachfrage heraus. Erfolgreiche Unternehmen können sich schnell an veränderte Gegebenheiten anpassen und werden resilienter. IoT wirkt dabei ein wie ein Impfstoff: Wer hier investiert, kommt besser durch die Pandemie und sichert seine Zukunftsfähigkeit, sagt Dr. Bernhard Kirchmair von VINCI Energies.

Ganz besonders spannend wird es dann nochmal in unserem digitalen Kamingespräch, zu dem sich IDC Experte Marco Becker Jürgen Pollich, Head of Industrial IoT Technologies bei der Munich Re, Marcus Frantz, Group CIO bei der ÖBB und Martin Gutberlet, Managing Director von BAADER eingeladen hat.

Anmerkung der Redaktion: Der Event hat bereits stattgefunden, in Kürze finden Sie hier den Link zu den On-Demand-Assets.

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