Network Transformation: Das Netzwerk der Zukunft wird sehr divers sein

von Katja Schmalen

Die aktuelle Situation hat Unternehmen gezeigt, wie schwer es ihnen fällt, auf neue Netzwerkanforderungen zu reagieren. Wie Netzwerke flexibel an neue Leistungsanforderungen angepasst werden können, darüber haben wir uns mit Andreas Riepen, Regional Vice President Sales DACH bei Riverbed Technology ausgetauscht.

IDC: Die aktuelle Situation, zum Beispiel das plötzliche Bedürfnis nach Homeoffice, hat Unternehmen gezeigt, wie schwer es ihnen fällt, auf neue Netzwerkanforderungen zu reagieren. Wie helfen Sie Anwendern, ihre Netzwerke flexibel an neue Leistungsanforderungen anpassen zu können?

Andreas Riepen: Unternehmen müssen Probleme bei der Netzwerk- und Anwendungsperformance sehr ernst nehmen. Die Mitarbeiter im Homeoffice müssen genauso produktiv sein können wie im Büro. Nur so erhält ein Unternehmen seine Geschäftsfähigkeit aufrecht, bleibt wettbewerbsfähig und stellt die Kunden zufrieden. Riverbed bietet Unternehmen Lösungen zur Netzwerkbeschleunigung durch WAN-Optimierung. Die Unternehmensnetzwerke sind häufig auf mehrere Standorte verteilt und eine Mischung aus On-Prem- und Cloud-Lösungen. Aus diesem Grund ist es nicht nur wichtig, dass die Netzwerke hochperformant sind, sondern auch maximal transparent. Dafür stellen wir unsere Netzwerk-Performance-Management-Tools zur Verfügung, durch die IT-Teams einen umfassenden Überblick über ihre gesamte Netzwerk-Landschaft bekommen. Damit können sie die Ursachen für lokale Leistungsengpässe und Sicherheitsrisiken identifizieren. Es reicht aber oft nicht, nur das Netzwerk zu optimieren, auch die Anwendungen müssen für eine bestmögliche Nutzung beschleunigt werden. Für diese Fälle haben wir unsere SaaS-, Cloud-, Client- und Office-365-Acceleratoren entwickelt.

IDC: Netzwerke sind häufig geschäftskritische Infrastruktur. Das Augenmerk liegt deswegen auch auf der Sicherheit – sowohl im Sinne der Betriebssicherheit und Resilienz als auch der IT-Sicherheit. Worauf sollten Anwender hierbei besonders achten?

Riepen: Ich halte den Einsatz punktueller und isolierter Tools zur Performance-Überwachung für nicht zielführend. Diese Einblicke liefern nicht die nötige Breite und Tiefe, um komplexe Probleme zu erkennen. Hier ist die einheitliche Überwachung der Netzwerk-Performance notwendig, die alle Pakete, Datenströme, Gerätekennzahlen erfasst und analysiert – zu jeder Zeit. Dies gilt sowohl für lokale als auch für Cloud-Umgebungen. So erhalten Unternehmen den besten Einblick in die gesamte Auslastung, Leistung und Sicherheit ihres Netzwerkes. Mit umfassenden Network-Performance-Management-Lösungen von Riverbed können IT-Admins die Aktivitäten im Netzwerk domänenübergreifend überwachen und Anomalien beheben. Ein vollständig verwalteter Service für Netzwerk- und Anwendungsperformance behebt Probleme wie Latenz, Datenstau und andere oft unvorhersehbare Komplikationen. Auf diese Weise stellen Unternehmen den kontinuierlichen Betrieb des Netzwerkes sicher und erhalten die Konnektivität für ihre Remote Worker aufrecht.

IDC: Mobile Endgeräte, Trends wie Internet of Things und externe Infrastrukturen wie die Public Cloud machen Netzwerke immer komplexer und diffuser. Wie helfen Sie Ihren Kunden, die Kontrolle zu behalten und diese Komplexität zu bewältigen?

Riepen: Die Kontrolle über diese Komplexität behalten Unternehmen durch die maximale Visibilität der Niederlassungen, des WAN, der Rechenzentren, Endgeräte und Clouds – also sämtlicher physikalischen und virtuellen Umgebungen. Bei der Wahl einer Network-Performance-Management-Lösung setzen Unternehmen oft entweder auf tiefgehende oder breitgestreute Analysen. So geht jedoch das große Ganze verloren. Die ideale Lösung verbindet beide Faktoren und integriert Paket- und Flow-Daten innerhalb eines Protokolls. Das senkt den Zeitaufwand, komplexe Performance-Probleme zu identifizieren, zu diagnostizieren und zu lösen. Eine optimale Lösung korreliert die Metriken von Netzwerk, Infrastruktur und Endpunkt in einem modularen Dashboard, sodass alle Beteiligten die Leistung auf Basis derselben Daten sehen und proaktiv auf eine Verschlechterung der Performance reagieren können, bevor diese Anwender beeinträchtigt. Ein einheitlicher Blick auf das Netzwerk, der Flow- und Paket-Daten nahtlos mit dem Monitoring der Endnutzererfahrung verbindet, macht das Monitoring und damit die Problemlösung effizienter.

IDC: Cloud-Dienste werden zunehmend integraler Bestandteil der Applikationslandschaft – inklusive der Datenströme, die sie auslösen. Was empfehlen Sie Kunden beim Netzwerk-Design zu beachten, um effizient Cloud-Dienste nutzen zu können?

Riepen: Die moderne digitale Landschaft hat sich auf hybride Multi-Cloud-Netzwerke und eine nahezu endlose Zahl neuer cloudbasierter Unternehmensanwendungen und Workloads ausgeweitet. Die langsamere Datenübertragung zu und von weit entfernten Standorten sowie ins Homeoffice kann zu einer höheren Latenz führen und dadurch die Performance von Cloud-Workloads beeinträchtigen. Riverbed Cloud Accelerator kann auf führenden IaaS-Plattformen wie Microsoft Azure, AWS und Oracle Cloud Infrastructure ausgeführt werden, um die Migration zu und den Zugriff auf Workloads über das bewährte Data-, Transport- und Application-Streamlining zu beschleunigen. Unternehmen benötigen IT-Lösungen, die End-to-End-Transparenz bieten, damit IT-Teams feststellen können, ob die Cloud tatsächlich die erwartete Performance liefert. Mit Monitoring-Plattformen können Unternehmen zum Beispiel leicht feststellen, ob das Hochladen von Dateien auf Office 365 unzumutbar langsam ist und effizienter Kommunikation im Wege steht. Dieses Problem beseitigt ein Accelerator.

IDC: Mit neuen Ansätzen wie Software-Defined Networking (SDN) können Unternehmen ihre Netzwerke intelligent und programmierbar machen. Wie muss Ihrer Meinung nach das Netzwerk der Zukunft aussehen und welche Grundsteine dafür können Sie bei Ihren Kunden schon jetzt legen?

Riepen: Das Netzwerk der Zukunft wird sehr divers sein. Die meisten unserer Kunden haben nach wie vor Altanwendungen und wichtige Datenbestände in ihren Rechenzentren laufen. Endanwender, von zuhause ebenso wie im Büro oder an Produktionsstandorten, greifen über einen Mix aus unterschiedlichsten Netzwerken wie MPLS, Internet, VPN, WLAN, 4G/5G darauf zu – was die IT-Abteilungen vor große Herausforderungen bezüglich Verfügbarkeit, Geschwindigkeit und Sicherheit stellt. Riverbed hilft seinen Kunden und ihren Partnern bei dieser schwierigen Herausforderung. Wir empfehlen deswegen schon jetzt einen holistischen Blick über die gesamte Palette der IT-Produktion: die eigenen Rechenzentren, Multi-Cloud-IaaS/PaaS-Umgebungen wie Azure, AWS und andere. Für Unternehmen bedeutet die stabile, sichere und performante Nutzbarkeit von hybriden wie auch Cloud-only-Umgebungen mehr Produktivität und höhere Nutzerzufriedenheit – beides Faktoren, die sich auch in Zukunft betriebswirtschaftlich positiv auswirken.

 


Case Study: OneMain Financial

OneMain Financial ist ein Anbieter von Personalkrediten. Da schnelle Entscheidungsprozesse ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für moderne Kreditgeber sind, gilt bei OneMain Financial die Vorgabe, dass jeder Kunde möglichst schon 20 Sekunden nach seinem Antrag ein Angebot erhalten sollte.  Das Unternehmen wollte die Ursachen von sinkender Anwendungs-Performance ermitteln und trieb deswegen die Anschaffung eines modernen Monitoring-Tools mit leistungsstarken Paketerfassungsfunktionen voran. Wie das Unternehmen diese Herausforderung adressiert hat, lesen Sie in der Case Study.

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