Network Transformation: Warum man beim WAN keine Kompromisse eingehen sollte

von Katja Schmalen

Das Internet of Things und externe Infrastrukturen wie die Public Cloud machen Netzwerke immer komplexer und diffuser. Wie Unternehmen die Kontrolle behalten und die Komplexität bewältigen können, dazu haben wir uns anlässlich der Vorstellung der neuen IDC Studie Network Transformation in Deutschland mit Chris Treash, Regional Sales Director bei Aryaka Networks ausgetauscht.

IDC: Die aktuelle Situation, zum Beispiel das plötzliche Bedürfnis nach Homeoffice, hat Unternehmen gezeigt, wie schwer es ihnen fällt, auf neue Netzwerkanforderungen zu reagieren. Wie helfen Sie Anwendern, ihre Netzwerke flexibel an neue Leistungsanforderungen anpassen zu können?

Chris Treash: Um auch auf unvorhergesehene Ereignisse umgehend reagieren zu können, sind flexible Architekturen und Infrastrukturen essentiell. Aryaka konnte Kunden in der herausfordernden Situation dabei unterstützen, Ressourcen, die sonst für Bürostandort-Vernetzungen allokiert waren, flexibel für Heimarbeiter bereitzustellen. Die nutzungsbasierte Bereitstellung erlaubt es Unternehmen, Anwendungen dort bereitzustellen, wo sie gerade benötigt werden: im RZ, am Bürostandort oder im Homeoffice.

IDC: Netzwerke sind häufig geschäftskritische Infrastruktur. Das Augenmerk liegt deswegen auch auf der Sicherheit – sowohl im Sinne der Betriebssicherheit und Resilienz als auch der IT-Sicherheit. Worauf sollten Anwender hierbei besonders achten?

Treash: Die technologische und funktionale Betrachtung der Infrastruktur ist elementar, muss jedoch in mindestens gleichem Maße durch die Bewertung von Ausfallszenarien bzw. Verfügbarkeit und Datensicherheit, also Integrität und Authentizität, begleitet werden. Durch die Abhängigkeit moderner Unternehmen vom Netzwerk und von Geschäftsanwendungen darf die Infrastruktur faktisch nicht mehr ausfallen. Anwender sollten daher besonders auf die einer Lösung zugrunde liegenden SLAs und deren technische Machbarkeit achten. Ein anwendungsbasierter SLA kann geschäftskritischen Anwendungen die notwendige Sicherheit geben, technisch, betrieblich, vertraglich und kommerziell.

IDC: Mobile Endgeräte, Trends wie Internet of Things und externe Infrastrukturen wie die Public Cloud machen Netzwerke immer komplexer und diffuser. Wie helfen Sie Ihren Kunden, die Kontrolle zu behalten und diese Komplexität zu bewältigen?

Treash: Der beliebte „Rundum-sorglos-Ansatz“ ermöglicht es Kunden, sich keine großen Gedanken über etwaige Komplexität zu machen. Durch die Fähigkeit, eine komplette Secure-Access-Service-Edge-/SASE-Infrastruktur als Dienstleistung anbieten zu können, haben Kunden die Möglichkeit, Cloud-Dienste nicht nur hochperformant, sondern auch sicher konsumieren zu können. Jegliche Komplexität der Infrastruktur lagert der Kunde an Aryaka aus und kann diese „as-a-Service“ konsumieren.

Aryakas Core-Infrastruktur ist an strategisch sinnvoll gewählten Standorten nativ mit den führenden Cloud-Anbietern verbunden, sodass permanent die höchstmögliche Performance gewährleistet werden kann. Egal ob im Homeoffice oder im Büro, die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter profitieren von der Aryaka Core-Infrastruktur, durch die sämtliche Anwender die klassenbeste Performance auf globaler Ebene für Cloud-Anwendungen bekommen.

IDC: Cloud-Dienste werden zunehmend integraler Bestandteil der Applikationslandschaft – inklusive der Datenströme, die sie auslösen. Was empfehlen Sie Kunden beim Netzwerk-Design zu beachten, um effizient Cloud-Dienste nutzen zu können?

Treash: Mit dem Trend, sowohl immer mehr Applikationen aus der Cloud zu konsumieren als auch Infrastrukturdienste aus der Cloud zu beziehen, wird es immer wichtiger, auch das Unternehmensnetzwerk genau darauf auszulegen. Viele Unternehmen setzen heute noch auf bewährte MPLS-Technologien, die jedoch nicht für Cloud-Architekturen ausgelegt sind. Durch die Zieldefinition, welche Anwendung zukünftig wie genutzt wird, kann unter Berücksichtigung der Bestandsaufnahme das Delta ermittelt werden. Die Brücke hin zur digitalen Transformation muss ein „Cloud-First WAN“ schließen können.

Durch die Öffnung der Standorte in Richtung Internet ist es essentiell, das Security-Konzept zu revalidieren. Eine moderne SD-WAN-Lösung berücksichtigt den Sicherheitsgedanken in jedem einzelnen Element.

Wenn Unternehmen die Konzeptphase konkretisiert haben, kann mit der Evaluierung der verschiedenen Hersteller begonnen werden. Hierbei greifen viele Unternehmen auf Provider zurück, die eine native Anbindung an die Cloud bereitstellen können. Das WAN sollte „Cloud-ready“ sein.

IDC: Mit neuen Ansätzen wie Software-Defined Networking (SDN) können Unternehmen ihre Netzwerke intelligent und programmierbar machen. Wie muss Ihrer Meinung nach das Netzwerk der Zukunft aussehen und welche Grundsteine dafür können Sie bei Ihren Kunden schon jetzt legen?

Treash: Unternehmen in der heutigen Zeit müssen durch den Druck der digitalen Transformation auf Veränderungen schnell reagieren können. Unternehmensnetzwerke bleiben hiervon nicht verschont. Technologieentscheidungen sollten hierbei immer modular und flexibel getroffen werden, um Abhängigkeiten und Wechselwirkungen zu reduzieren. Es ist ratsam, auf Konzepte zu setzen, die Flexibilität und Agilität mit sich bringen.

Viele Unternehmen entscheiden sich bewusst für Managed Services, anstatt das notwendige Wissen teuer selbst vorhalten zu müssen. In vielen Fällen schränkt ein Eigenbetrieb die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ein.

Des Weiteren darf das Thema Security keinesfalls außer Acht gelassen werden. Da das WAN das Herzstück des Netzwerkes darstellt, ist es extrem wichtig, keinerlei Kompromisse einzugehen.

 


Case Study: IFCO

Der Kundenstamm von IFCO, einem Anbieter für nachhaltige Verpackungslösungen für verderbliche Waren, hat sich in den letzten Jahren in China vergrößert. Da MyIFCO, eine Schnittstelle, die von Kunden zur Bestellung, Verwaltung und Nachverfolgung von Verpackungen genutzt wird, zentral in Europa gehostet wird, war die Plattform-Performance für Benutzer in China im Vergleich zu denen in Europa und Amerika träge. Die Verbindungen waren nicht nur 10-mal langsamer in Bezug auf Latenz, Durchsatz und Antwortzeiten, sondern es schlugen auch mehr als 6 % der Webanfragen fehl. Die Benutzer waren unzufrieden. IFCO brauchte eine Lösung. Wie das Unternehmen diese Herausforderung adressiert hat, lesen Sie in der Case Study.

 

Das könnte Sie auch interessieren