Qualität von Business-Software ist entscheidender denn je für die Resilienz von Unternehmen

von Katja Schmalen

Die Auswahl der richtigen Business-Software entscheidet bereits heute  über den Erfolg oder Misserfolg von Geschäftsmodellen. In der aktuellen, nach wie vor von COVID-19 geprägten Situation ist die Qualität der Software ein weiterer zentraler Baustein für die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen. Gute Business-Software unterstützt Unternehmen sowohl bei der Lösung aktueller Herausforderungen als auch bei strategischen Entscheidungen, sie hilft bei der Digitalisierung von Prozessen und sichert die Flexibilität, die Verantwortliche in unterschiedlichen Situationen benötigen.

Aus Sicht von IDC verfügt moderne Business-Software über drei wesentliche Eigenschaften:

  • Moderne IT schafft Transparenz hinsichtlich Kosten, Warenbestand, Auftragsstatus, Ressourcenauslastung und natürlich auch im Betrieb. Die Basis dafür sind eine saubere Dokumentation und gut gepflegte Prozesse. Transparenz ist gerade dann, wenn beispielsweise Lieferketten nicht mehr oder nur eingeschränkt zur Verfügung stehen oder Mitarbeiter krankheitsbedingt ausfallen und damit nicht als Informationsquelle fungieren können, ein unabdingbares Erfordernis für den Betrieb.
  • Die Automatisierung von Abläufen in der IT und der Geschäftsprozesse ist ohne moderne Business- und Infrastruktur-Software kaum bis gar nicht zu erreichen. Automatisierung beseitigt oder verringert Systeme-Brüche und manuelle Tätigkeiten innerhalb der eigenen Organisation und in geschäftlichen Beziehungen. Sie beeinflusst somit ganz wesentlich die Geschwindigkeit, mit der Aktivitäten umgesetzt werden können und schafft damit wiederum die nötige Transparenz.
  • Automatisierung erfordert eine umfassende Integration von Hardware, Software und Prozessen – physisch oder virtuell. Für Fachabteilungen ist es letztendlich uninteressant, wie ihre Geschäftsprozesse in der IT abgebildet werden, solange ihnen ein komfortables Arbeiten möglich ist und alle Compliance-Regeln eingehalten werden. IT-Abteilungen verfolgen immer häufiger eine IT-Plattform-Strategie zur Abbildung und Verknüpfung der Business-Funktionalitäten, typischerweise unter Einbezug der Cloud. Cloud-Architekturen und Cloud-Plattformen ermöglichen eine immer bessere Integration und flexible Bereitstellung von Business-Services. Dazu tragen Schnittstellen (APIs), bessere Analysefunktionen sowie eine immer stärkere Nutzung von künstlicher Intelligenz und Machine Learning bei.

Die Anbieter von Business-Software verstehen es immer besser, die genannten Punkte in ihren Lösungen und Services abzubilden. IDC zählt zu Business-Software die Segmente Collaboration, Content, CRM, Engineering, ERP, Production und Operations sowie SCM.

Die fünf größten Anbieter von Business-Software in Deutschland heißen SAP, Microsoft, Datev, Adobe und Dassault Systems. Sie teilten sich im vergangenen Kalenderjahr 36 Prozent des rund 15 Milliarden Euro schweren Gesamtmarkts.

Wir sind davon überzeugt, dass sich die Nutzung von Business-Software, wie wir sie heute kennen, in den nächsten fünf Jahren stark verändern wird. Alle großen Player auf dem Softwaremarkt in Deutschland haben sich auf diese Entwicklung eingestellt und modernisieren ihre Lösungen permanent, um die Wünsche der Kunden nach Automatisierung und effizienter Datennutzung bedienen zu können. IT-Entscheider sollten diese Entwicklung im Blick haben und kritisch prüfen, ob ihre im Einsatz befindlichen Lösungen mit dem aktuellen Tempo und Anspruch mithalten können.

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