The Future of Connectedness: Ohne Konnektivität keine digitale Transformation

von Katja Schmalen

Offenbar musste erst eine globale Pandemie ausbrechen, damit die Organisationen – und streng genommen wir alle als Gesellschaft – innehalten und begreifen, wie entscheidend Konnektivität für unsere Art zu leben, zu interagieren, zu arbeiten, zu lernen und letztlich auch für unser Entertainment ist. Die Krise gab uns allen auch Anlass, darüber nachzudenken, wie das Jahr 2020 ausgesehen hätte, wenn unsere Familie, unsere Freunde, unsere Kollegen und unsere Arbeitgeber nicht mit einem simplen Tastendruck auf dem Monitor zu sehen gewesen wären. Rund 50 Prozent der Weltbevölkerung sind über Netzwerke verbunden, die es uns ermöglichen, in Verbindung zu bleiben, produktiv zu sein und uns auf sichere und unterhaltsame Weise zu informieren – selbst in einer extrem unsicheren Zeit auf dem gesamten Globus. In den nächsten Jahren werden die anderen 50 Prozent versuchen, sich dieser digitalen, vernetzten Spezies anzuschließen – ebenso wie Zig-Milliarden von Endgeräten, die uns Daten liefern werden, um unsere Entscheidungen und Handlungen zu beeinflussen.

Digitale Konnektivität als strategischer Imperativ

Während dieFuture of Connectedness als langfristige Vision betrachtet werden kann, hat die gegenwärtige globale Situation dazu geführt, dass die Konnektivität in gewisser Weise eine Renaissance erlebt. Die Ereignisse des Jahres 2020 haben die Möglichkeiten, die Konnektivität bietet, plastisch gemacht: Sie ist ein Schlüsselfaktor für Geschäftskontinuität und Widerstandsfähigkeit, ermöglicht jederzeit und überall einen skalierbaren Zugriff, liefert Einblicke in Echtzeit und schafft allgegenwärtige digitale Erfahrungen. Obwohl die Anzahl der vernetzten Menschen, Dinge, Anwendungen und damit die Online-Zeit in rasantem Tempo wächst, gibt es auf der digitalen Autobahn immer noch viele Unebenheiten. Wir sind nicht naht- und lückenlos miteinander verbunden, wenn wir uns von einem Ort zum anderen bewegen. Da Unternehmen und Konsumenten ein allgegenwärtiges digitales Erlebnis und einen sicheren, personalisierten Echtzeit-Einblick in ihre verschiedenen Lebensbereiche wollen, wird grenzenlose Konnektivität zu einem grundlegenden strategischen Imperativ für jede digitale Transformation.

Simplifizierung: Die Zukunft der Konnektivität

Wie sieht also die Zukunft der Vernetzung aus? IDC hat ihre Analysten versammelt, um gemeinsam an der Definition eines Konzepts zu arbeiten. Heraus kam diese Definition:

Die „Future of Connectedness“ ermöglicht die zeitnahe und unmittelbare Bewegung von Daten über Menschen, Dinge, Anwendungen und Prozesse hinweg, um nahtlose digitale Erfahrungen zu schaffen.

Zugegeben, das klingt ein wenig hochtrabend und vielleicht auch abstrakt, aber wenn man sich einmal zurücklehnt und darüber nachdenkt: Daten werden doch erst dann wirklich wertvoll, wenn sie in den Händen der richtigen Person (oder auch eines Roboters) gelangen, damit wir etwas bewegen können, oder?

IDC hat ein Framework ausgearbeitet, um das Zusammenspiel von Daten mit den Maßnahmen, die wir ergreifen, um die Daten zu bewegen und zu konsumieren, den “Konsumenten” der Daten und den Ergebnissen, die erzielt werden, wenn die Vernetzung funktioniert, zu veranschaulichen. Wir nennen es die „Zukunft des Konnektivitätskontinuums“.

Next Steps: Wie Organisationen Konnektivität digital transformieren können

Aus unternehmerischer Sicht bedeutet die Zukunft der Konnektivität, dass Unternehmen die Konnektivität als strategisches Element für die Aufrechterhaltung, den Erhalt und das Wachstum ihres Geschäftsbetriebs betrachten müssen. Sie wird ohne Frage zusätzliche Investitionen, eine starke strategische Planung und eine umfassende Überwachung erfordern. Auf dieser Grundlage werden diese Organisationen dann nahtlose Modelle entwickeln, um mit ihren Mitarbeitern, Kunden, Partnern und anderen Stakeholdern in ihrem spezifischen Ökosystem zu interagieren – und Konnektivität wird die Grundlage des Ganzen sein.

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen? Wenn Ihre Organisation in der Lage ist, eine “Future of Connectedness”-Denkweise zu etablieren und zu pflegen, dann wird sich sehr wahrscheinlich Großes daraus entwicklen. Stellen Sie sich vor, Sie würden möglicherweise

  • einen Weg finden, um die Unebenheiten in der Konnektivität über verschiedene Workloads, Umgebungen und Standorte hinweg zu überwinden,
  • smart investieren, eine strategischere Planung anstreben und eine stärkere Kontrolle ausüben, um eine nahtlose Erfahrung zu gewährleisten und
  • von ihren Zulieferern Lösungen verlangen, die dazu beitragen, kontextuelle und empirische Daten für Geschäftsprozesse, Interaktionen und Entscheidungen zu liefern.

IDC rät Unternehmen, die sich auf die Reise zur Future of Connectedness machen, Folgendes:

  • Stellen Sie sicher, dass ihre Netzwerkarchitekturen effizient aufgebaut sind und gleichzeitig den steigenden Bandbreitenbedarf, die Auswirkungen auf Kosten, Zugänglichkeit, Sicherheitsbedenken und eine endlose Anzahl neuer Endpunkte, die angeschlossen werden, vorhersehen.
  • Berücksichtigen Sie Variationen von kabelgebundenem und drahtlosem Zugang – von proprietär bis standardisiert, von niedriger Geschwindigkeit bis zu hoher Geschwindigkeit, von niedrigen Kosten bis zu hohen Kosten und von nah und fern.
  • Gewährleisten Sie eine allgegenwärtige Relevanz, die sich über das gesamte Privat- und Arbeitsleben erstreckt und die Automatisierung von Privathaushalten, Unternehmen, öffentlichem Raum und anderen Bereichen ermöglicht.
  • Setzen Sie auf flexible Organisationsmodelle sowie auf Maßnahmen zur Anpassung des Kompetenzspektrums und zur Bewältigung des kulturellen Wandels, um mit Ihrer Strategie der “Future of Connectedness” im neuen digitalen Technologiezeitalter nach COVID-19 erfolgreich zu sein.

 


Autorin dieses Beitrags ist Carrie MacGillivray, Group Vice President & General Manager, WW Telecom, Mobility & IoT Research bei IDC.

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